Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Preisverleihung des SUPERSTELLA*21 bei SCHÄXPIR

SUPERSTELLA*21 = STELLA*20 & STELLA*21 bei SCHÄXPIR in Kooperation mit ASSITEJ AUSTRIA

Aufgrund der Covid-19 Pandemie und ihren drastischen Auswirkungen auf den österreichischen Kunst- und Kulturbetrieb hat sich der Vorstand und die Geschäftsführung der ASSITEJ Austria letztes Jahr dafür entschieden, die Sichtungsphase 2019 – Ende 2020 zu teilen. Und deswegen gibt es in Kooperation mit SCHÄXPIR heuer einen SUPERSTELLA*21!

In diesem Sinn könnte man das bombastische Leuchten in den Augen der Preisträger*innen beim SUPERSTELLA*21 in Linz mit einer Supernova vergleichen. Aber nur fast!, denn beim SCHÄXPIR Festival gibt es nicht weniger, sondern wieder weit mehr glorreiche Sterne am heimischen Theaterhimmel. Verdient konnte die unglaubliche Vielfalt, Professionalität und Leistung endlich in entsprechendem Rahmen gewürdigt werden. Wir gratulieren allen Preisträger*innen sehr herzlich! 

Kurz auf die feierliche Verleihung des verschobenen STELLA*20 am Freitag, 18. Juni 2021 wurde in Linz, im Rahmen des SCHÄXPIR Festivals der heurige STELLA*21-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum für herausragende Leistungen im Bereich des Theaters für junges Publikum, in den Kammerspielen des Landestheaters Linz verliehen. Nominiert waren Theater, Gruppen, Festivals und Einzelpersonen aus Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Vorarlberg und Wien. Die Preisverleihung bildete den Auftakt einer Spielserie von ausgewählten nominierten und prämierten Inszenierungen, welche vom 20. bis 22. Juni in Linz gezeigt werden.


Zwei Tage zuvor wurden die Preisträger des vom Herbst 2020 verschobenen STELLA*20 in Graz im Kristallwerk verliehen!
Durch die Preisverleihung, führte heuer die diesjährige Jugendjury des vorrangegangenen STELLA*20 Graz: Emma Moser, Nana Stampfer, Caroline Auer, Felicitas Wasner, Elena Trantow gemeinsam mit der Jury des STELLA*21: Stefanie Altenhofer, Katharina Schober-Dufek, Nina Fritsch und Sabine Kristof-Kranzelbinder.

Neben Vorsitzenden der ASSITEJ Austria Constance Cauers begrüßten Julia Ransmayr für das SCHÄXPIR Festival und Nele Neitzke vom Jungen Landestheater Linz die Gäste. Musikalisch wurde die Verleihung von Lisa Suitner sowie von DasCollectif untermalt.

Der STELLA*21-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum wurde in 5 Kategorien vergeben. Als „Herausragende Produktion für Kinder“ wurde „Bambi“ von Dschungel Wien (Wien) ausgezeichnet, als „Herausragende Produktion für Jugendliche“ das Stück „Stolz und Vorurteil *(*oder so)“ von Burgtheater Wien (Wien). Der STELLA*21 in der Kategorie „Herausragende Darstellerische“ Leistung ging an Siruan Darbandi, Simon Schober, Kajetan Uranitsch von Kompanie Freispiel (Wien) für ihre darstellerische Leistung in „Bunter Haufen“. In der Kategorie „Herausragende Musik“ wurde Robert Lepenik für die Musik in „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ vom Next Liberty (Graz) ausgezeichnet.

Über den STELLA*20 in der Kategorie „Herausragende Ausstattung“ dürfen sich Birgit Kellner, Christian Schlechter & die LOVEFUCKERS (D) für Bühne, Kostüm & Figurenbau in „The Return of Isthar“ vom Dschungel Wien, LOVEFUCKERS & tjg. theater junge generation (D) (Wien) freuen.


Der Spezialpreis der nationalen Jury „Für innovative Formate, die über die Bühnen hinausgehen“ ging an die Produktionen Swipe Up von material für die nächste schicht/TURBOtheater, Villach (Kärnten), Medeas Irrgarten von diverCITYLAB, Dschungel Wien, (Wien). Gleich zwei Mal ging der Spezialpreis der nationalen Jury an das Landestheater Linz, für Junger Klassiker – Faust Short Cuts und Alice im Wunderland.


Das digitale Zeitalter macht auch vor dem STELLA*21 nicht halt. Dieses Jahr wurden die Preisträger*innenstatuen für den STELLA*21 Linz in einer digitalen Variante vergeben. Diese virtuelle Statue ermöglicht mit Hilfe einer App ein „Mitnehmen“ der Trophäe zu allen realen und digitalen Orten. Dieses virtuelle Artefakt wurde in Zusammenarbeit mit Studentinnen und Studenten des Masterstudiengangs Communication, Media, Sound and Interaction Design der FH JOANNEUM in Graz gestaltet und in eine Betrachtungs-App integriert. Dies geschah im Rahmen der Lehrveranstaltung Dynamic Media, die vom Mediendesigner Albert Bieder geleitet wurde. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde die Beste Skulptur von der Studentin Eva Jobst ausgewählt.


Für den STELLA*21 sprach die vierköpfige Jury, bestehend aus Stefanie Altenhofer, Katharina Schober-Dufek, Nina Fritsch und Sabine Kristof-Kranzelbinder insgesamt 19 Nominierungen in 5 Kategorien aus. Die Nominierungen erstrecken sich auf Produktionen von 8 unterschiedlichen österreichischen Theatergruppen/-häusern aus sechs Bundesländern, inklusive 2 internationalen Koproduktionen mit Gruppen aus Deutschland und der Schweiz, die von Juni bis zum Dezember 2020 mit ihren Ensembles herausragende Inszenierungen für Kinder und Jugendliche auf die reale wie auch virtuelle Bühne gebracht haben. Insgesamt wurden zwischen Juni und Dezember 2020 rund 60 Produktionen aus ganz Österreich von der nationalen Jury wahrgenommen, gesehen und bewertet.


Die Preisträger_innen im Überblick (Begründungen der Jury):


HERAUSRAGENDE MUSIK
Nominiert in der Kategorie „Herausragende Musik“ waren:


Manfred Engelmayr für die Musik in The Return of Ishtar, LOVEFUCKERS (D) & Dschungel Wien & tjg. theater junge generation (D), Wien

Rebecca Selle und Lisa Suitner für die Musik in KAZOOM!, KAZOOM, Vorarlberg

Robert Lepenik für die Musik in Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse, Next Liberty Graz, Steiermark

Elina Lautamäki, Sara Wilnauer, Dominik Leitner & DasCollectif für die Musik in Tohubawohu, DasCollectif, Dschungel Wien, Wien

Begründung der Jury:

Herausragende Musik

Robert Lepenik „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“
„Wenn ein Mensch Freude empfindet, dann drückt er sie durch Worte aus. Wenn ihm das Wort dazu nicht genügt, dann dehnt [i.e. singt Anm. d. Verf.] er das Wort (und singt). Wenn ihm das gedehnte Wort nicht genügt, dann fügt er das Instrumentalorchester hinzu. Wenn das Orchester nicht ausreicht, beginnen unwillkürlich seine Hände zu schwingen und die Füße den Boden zu stampfen.“ (chin. Zitat)

Musik und Theater verbindet eine lange währende Beziehung. Aus ihrem Zusammentreffen kann etwas Neues entstehen, das bisweilen sogar die Grenzen beider Künste zu sprengen und neu zu definieren in der Lage ist.
In „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ erleben wir ein Stück, in dem Sprache und Gesang, Musik und Geräusche nicht getrennt sind. Sie verbinden sich zu einer anregenden „akustischen Landschaft“, die zusammen mit der visuellen Ebene dieses Theaterereignis ausmacht und neue Räume öffnet.

Die Musik von Robert Lepenik passt in keine gängige Schublade. Sie ist nicht ausschließlich live, ist nicht ausschließlich atmosphärisch. Wir hören gängige Ohrwürmer, die aus einem Radio kommen, genauso wie Wind, filmische Untermalungen, rhythmische Unterstreichung von Bewegung und Gesang. Sie kommentiert schrill von der Seite und begleitet zart das Geschehen auf der Bühne. Mit Gespür für Töne und dem Geschehen auf der Bühne unterstützt Robert Lepenik die Darsteller*innen genauso wie den Text, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

HERAUSRAGENDE AUSSTATTUNG
Nominiert in der Kategorie „Herausragende Ausstattung“ waren:


Birgit Kellner, Christian Schlechter & LOVEFUCKERS für Bühne, Kostüm und Figurenbau in The Return of Ishtar, LOVEFUCKERS (D) & Dschungel Wien & tjg. theater junge generation (D), Wien

Hannes Röbisch, Almasa Jerlagi, Caroline Wiltschek für Bühne, Licht, Kostüm und Ausstattung in Bambi, Dschungel Wien, Wien

Leonie Bramberger für die Ausstattung in Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse, Next Liberty Graz, Steiermark

Flavia Schwedler, Thomas Rump für Bühne und Kostüm in Des Kaisers neue Kleider, Burgtheater, Wien

Begründung der Jury:
Herausragende Ausstattung


Birgit Kellner & Christian Schlechter für „The Return of Ishtar“
Durch die Verwebung von Bühnenbild, Kostümen und Puppen erschaffen Birgit Kellner, Christian Schlechter sowie die LOVEFUCKERS eine Welt, die zugleich als fantastisches Universum als auch als Spielwiese für die Darstellerinnen fungiert. Sie kreieren starke, mächtige Bilder, die in Erinnerung bleiben, aber auch den nötigen Raum für die eigene Fantasie zulassen. Im Zusammenspiel mit Licht und Sound tun sich die unterschiedlichsten Assoziationsräume in den Köpfen des Publikums auf und lassen es tief eintauchen in die wort- und spielgewaltige Geschichte. Die faszinierenden, ineinandergreifenden Umbauten und Umzüge überraschen die Zuseher*innen immer wieder aufs Neue. Expect the unexpected!


HERAUSRAGENDE DARSTELLERISCHE LEISTUNG

Nominiert in der Kategorie „Herausragende darstellerische Leistung“ waren:

Caroline Baas, Johanna Mahaffy, Maya Unger, Lili Winderlich, Wiebke Yervis für ihre darstellerische Leistung in Stolz und Vorurteil*(*oder so), Burgtheater, Wien

Siruan Darbandi, Simon Schober, Kajetan Uranitsch für ihre darstellerische Leistung in Bunter Haufen, Kompanie Freispiel, Wien

Friedrich Eidenberger, für seine darstellerische Leistung in Junger Klassiker – Faust Short Cuts, Landestheater Linz, Oberösterreich • Felix Kammerer für seine darstellerische Leistung in Des Kaisers neue Kleider, Burgtheater, Wien

Begründung der Jury:

Herausragende darstellerische Leistung Siruan Darbandi, Simon Schober, Kajetan Uranitsch für „Bunter Haufen“

Das Ensemble der Kompanie Freispiel wagt sich mit ihrem Stück „Bunter Haufen“ an das Genre der Clownerie – ein Genre, das von den Darsteller*innen besonders viel Durchlässigkeit, Offenheit und Mut zur Verletzlichkeit fordert. Jede Clown-Figur entsteht ohne Vorlage direkt aus dem Selbst ihres Schöpfers. Sie wird nicht wie eine Maske übergezogen, sie wird im Wahrsten Sinn des Wortes verkörpert. Sie bietet keinen Schutz vor den Reaktionen der Zuschauer*innen – und dennoch sucht gerade der Clown in besonderem Maß den Kontakt zu ihnen, will ihnen gefallen, buhlt um ihre Aufmerksamkeit und Gunst – ohne dabei die Freundschaft zu seinen Mitspielern aufzugeben. Diesen nicht immer einfachen Spagat schaffen Siruan Darbandi, Simon Schober, Kajetan Uranitsch einwandfrei und mit spielerischer Leichtigkeit. Die von ihnen kreierten Figuren sind sympathisch, unverwechselbar, individuell – und trotz aller Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen Herangehensweisen an die sich stellenden „Probleme“ sind sie immer Komplizen – miteinander und mit dem Publikum. Dazu stimmen der Rhythmus und das Timing geradezu perfekt – Tür auf / Tür zu – Klipp/Klapp-Komik in Reinkultur. Jeder Slapstick-Gag funktioniert, jeder Blick sitzt – und die Blicke zueinander und zum Publikum sind es, die die Komik des Clowns ausmachen, die sein Scheitern von der Tragik befreien und ihn komisch, aber nicht lächerlich machen. Wir als Zuschauer*innen leiden und freuen uns mit diesen drei einzigartigen Figuren – auch wenn wir nicht immer ganz verstehen, was sie tun oder warum. Ihre scheinbar banalen Konflikte und Probleme bergen in ihrer Alltäglichkeit universelle Themen und sind für jede*n im Publikum emotional nachvollziehbar – auch wenn die Situation selbst uns fremd sein mag. Wir fühlen mit ihnen und können gleichzeitig darüber lachen, was wir sehen – und damit auch über uns. In ihrer erwachsenen Kindlichkeit zeigen sie uns die Wichtigkeit des Unwichtigen, die Größe der kleinen Gefühle und die Poesie und Farbenpracht des Alltags. Und so schenkt dieser „Bunte Haufen“ seinen Zuschauer*innen in knapp 60 Minuten Leichtigkeit, Lebensmut und Selbst-Verständnis für den oft so grauen Alltag.


HERAUSRAGENDE PRODUKTION FÜR KINDER
Nominiert in der Kategorie „Herausragende Produktion für Kinder“ waren:

Bunter Haufen, Kompanie Freispiel, Wien 

Bambi, Dschungel Wien, Wien 

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin, Burgtheater, Wien

Das Städtchen Drumherum, Landestheater Niederösterreich, Niederösterreich


Begründung der Jury:
Herausragende Produktion für Kinder

Bambi – DSCHUNGEL WIEN
Der bevorstehende Frühling erweckt einen Wald voller Tiere, die eines vom Wald lernen: das Leben. Auf die Tiere warten eine Menge Abenteuer. Viel Neues gibt es zu entdecken. Begegnungen im Wald mit neugierigen und mysteriösen Tieren, aber auch Begegnungen mit ihm... dem ganz anderen Tier, dem Tier mit dem fünften Fuß direkt unterm Kinn. Der Fuß, der besonders gefährlich werden kann für die Tiere im Wald.
Cornelius Edlefsen inszeniert eine allseits bekannte Erzählung mit viel Fingerspitzengefühl und einem Gespür für poetische Sequenzen und humorvollen Darstellungen der tierischen Figuren. Mit Situationskomik und reichlich Witz behandelt das ausgezeichnete Spielensemble bühnenwirksam die Freundschaft und das Leben, mit all ihren Höhen und Tiefen. In dieser Inszenierung erleben wir ein herrliches Rundum-Paket. Das Zusammenspiel einer Bühne, die durch ihre Einfachheit zum Fantasieren einlädt, ein Kostüm, welches sich nie in den Vordergrund drängt, aber immer unterstützend zur Seite steht, sowie eine musikalische Begleitung, die das Geschehen auf der Bühne mitträgt. All das wird durch eine sprachliche Glanzleistung der Schauspielerinnen abgerundet und lädt das Publikum ein, wachsam zu sein, zuzuhören und stets mit offenen Augen und gespitzten Lauschern der Geschichte zu folgen.


HERAUSRAGENDE PRODUKTION FÜR JUGENDLICHE
Nominiert in der Kategorie „Herausragende Produktion für Jugendliche“ waren:

Stolz und Vorurteil *(*oder so), Burgtheater Wien, Wien

The Return of Ishtar, LOVEFUCKERS (D) & Dschungel Wien & tjg. theater junge generation (D), Wien

In der Dunkelwelt, Dschungel Wien & TANZKOMPLIZEN (D) & theater casino zug, (CH), Wien

Begründung der Jury:
Herausragende Produktion für Jugendliche


STOLZ UND VORURTEIL*(*ODER SO) – Burgtheater Wien
Jane Austens Stolz und Vorurteil gilt als einer der berühmtesten Liebesromane der Weltgeschichte und sich so einem Klassiker auf der Bühne zu nähern ist wahrlich kein einfaches Unterfangen. Isobel McArthur ist die Dramatisierung der Geschichte rund um die fünf Bennet-Töchter mehr als gelungen und unter der Regie von Lily Sykes wird auf der Bühne des Burgtheater-Kasino ein wahres Feuerwerk an Spielfreude entfacht. In der herausragenden, locker-luftigen Inszenierung wird jeglicher Staub, der einem literarischen Werk aus dem 19. Jahrhundert vermeintlich anhaften könnte, von der Bühne gefegt. Mit viel Witz werden die Liebe und ihre Wirrungen sowohl aufs Korn als auch bitterernst genommen. Die Ausstattung von Thea Hoffmann-Axthelm schafft eine ästhetisch bunte Spielwiese für die Darstellerinnen, in der die feine englische Gesellschaft zum Leben erwacht. Denn das fünfköpfige Ensemble schlüpft verblüffend rasant in alle Frauen- und Männerrollen, macht zwischendurch lustig-dramatische Karaoke-Einlagen und hat dabei immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Mit großartiger Leichtigkeit sprühen sie ihre geballte Power sowohl ins Live-Publikum als auch durch die Bildschirme und spielen als ginge es um alles. Dabei geht es doch nur um die Liebe. Oder so.


SPEZIALPREIS der nationalen Jury:
„Für innovative Formate, die über die Bühnen hinausgehen“

Medeas Irrgarten, diverCITYLAB, Dschungel Wien, Wien

Junger Klassiker – Faust Short Cuts, Landestheater Linz, Oberösterreich

Alice im Wunderland, Landestheater Linz, Oberösterreich • Swipe Up, material für die nächste Schicht / TURBOtheater Villach, Kärnten


SPEZIALPREIS der nationalen Jury:
„Für innovative Formate, die über die Bühnen hinausgehen“


In einer Sichtungsperiode, in der nur ein minimaler Bruchteil der eingereichten Stücke live erlebbar war, fielen Produktionen, die genau diese Einschränkungen zum Anlass nahmen, sich in neue Gefilde vorzuwagen, besonders auf. Die Jury vergibt deshalb einen Spezialpreis für diese innovativen Formate, die über die Bühnen hinausgehen, und so das Publikum auf neue Art und Weise ansprechen. Mit Medeas Irrgarten von diverCITYLAB lässt sich das geliebt-verhasste Spazierengehen mit einem Hörerlebnis verbinden, das die Hörer*innen in der gewohnten Umgebung auf neue Pfade schickt. Das Junge Theater des Landestheater Linz produziert eigene Online-Versionen seiner Produktionen und lässt sowohl den Jungen Klassiker Faust Short Cuts als auch Alice im Wunderland im Wohn- oder Klassenzimmer über die neu geschaffene Netzbühne gehen. Und das TURBOtheater Villach verlagert das Klassenzimmerstück Swipe up kurzerhand auf Instagram und schafft dort ein Live-Erlebnis fürs Smartphone. Alle erwähnten Formate zeigen Mut und Experimentierfreudigkeit und die große Lust, sich auch während einer Pandemie mit jungem Publikum zu verbinden.


Fakten: STELLA-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum


Der STELLA wurde zum ersten Mal im Jahr 2007 verliehen und ist der erste österreichweite Preis für herausragende Leistungen in der darstellenden Kunst für junges Publikum.


Der STELLA ist eine Initiative der ASSITEJ Austria, dem Dachverband der österreichischen Szene für darstellende Kunst für junges Publikum. Er soll das Potenzial, die Kreativität und die Professionalität dieses Genres aufzeigen.


Der STELLA*21 ist eine Produktion der ASSITEJ Austria und findet vom 20. bis 22. Juni 2021 in Linz statt.
Informationen zum STELLA*21: https://www.assitej.at/stella21/


Informationen zu den Juror*innen: https://www.assitej.at/projekte/stella/stella21/jury-stella21/


Wir danken den Förderern und Partnern des STELLA*21: SCHÄXPIR Festival, Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, Landestheater Linz.